DasMuseum
Das 1986 gegründete Museum “Franz Schubert und sein Freundeskreis” befindet sich im Haupttrakt des Schlosses Atzenbrugg, dessen vielfältige Baugeschichte sich bis zum Beginn des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt und mehrere kunsthistorische Kostbarkeiten birgt.

Ein erster Umbau der Kapelle des seit 1379 zum Stift Klosterneuburg gehörenden Landschlosses (heute im Besitz der Gemeinde Atzenbrugg) kann für das Jahr 1398 nachgewiesen werden.

Zu Schuberts Zeit (1797 – 1828) war hier Josef Derffel als Verwalter tätig, der ein Onkel von Schuberts Freund Franz von Schober war und der Schubert und seine Freunde, die sogenannten Schubertianer, um 1820 nach Atzenbrugg zur Sommerfrische einlud. Schubert selbst hat an diesen Landaufenthalten – wie sich anhand seiner 1821 komponierten “Atzenbrugger Deutschen” und mehrerer Bilder seiner Maler-Freunde belegen lässt – in den Jahren 1820 und 1823 teilgenommen.

Zu den Aktivitäten der Schubertianer zählten in Atzenbrugg neben dem gemeinsamen Musizieren vor allem gesellige Unterhaltungen, wie Gesellschaftsspiele und Ausflüge in die nähere Umgebung.

In den zehn Ausstellungsräumen, des vom “Komitée zur Förderung der Schubert-Gedenkstätte Schloss Atzenbrugg” ins Leben gerufenen und betreuten Museums werden rund 250 Objekte gezeigt, die das Leben und Schaffen Franz Schuberts und seiner Freunde dokumentieren (aus konservatorischen Gründen handelt es sich großteils um Reproduktionen).

Besonderes Interesse verdienen zahlreiche Erinnerungsgegenstände aus dem persönlichen Besitz der Nachfahren namhafter Freunde Schuberts, die  Patenschaften über einzelne Räume übernahmen und dieser Gedenkstätte damit eine einzigartige Atmosphäre verliehen.

Während der Sommermonate werden auch heuer im Schubert-Saal des Schlosses Schubertiaden veranstaltet. Der weitläufige Schlosspark lädt die Besucher mit seinem auf einem Hügel gelegenen barocken Gartenpavillon (“Schuberts Komponierhäuschen”) zu einem Spaziergang ein. Im Seitentrakt des heute im Besitz der Gemeinde befindlichen Schlosses ist das niederösterreichische Volkskulturzentrum untergebracht.

Öffnungszeiten Museum Schloss Atzenbrugg
Ostern bis 26.Oktober: Fr 17.00 – 19.30 Uhr, Sa 16.00 – 19.00 Uhr, So/Fei 14.00 – 17.00 Uhr

Sowie gegen Vereinbarung und Voranmeldung bei Frau Mag. Dietlinde Rakowitz:


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Besucherservice
Führungen, auch für Gruppen (auch in englischer Sprache) nach Vereinbarung per E-Mail (Fr. Rakowitz) oder telefonisch (Gemeinde). Möglichkeit Filme am Museumsfernseher über Franz Schubert zu sehen, Schubertiaden, Schubertmusik mit Kopfhörer genießen, Lehrpfad, Museumspädagogik, Konzerte im Frühjahr und Herbst.

Eintrittspreise
Erwachsene EUR 2,00
Kinder von 6 bis 14 Jahren EUR 1,00

Museums-Shop
Kunstdrucke und Kunstkarten des Schubertkreises, Ansichtskarten, Scherenschnitte,
CDs:”Atzenbrugger Tänze”, Franz Schubert und sein Freundeskreis (Kompositionen der Schubertfreunde), Schubert-Sonaten, Filme über Schubert

Gastronomie
Schlosscafé, Café-Bäckerei und Gasthof im Ort

Fremdsprachen
nach Vereinbarung: Englisch

weitere Angebote
Lehrpfad: Vom Schloss in die Schlosskapelle, weiter im Garten zum Muschelgrottenbrunnen, dann auf den Hügel im Garten zum barocken Gartenpavillon, dem sogenannten “Schuberthäuschen”.

Museumspädagogik: Mit den Kindern nachempfinden des Museumsevent von ICOM “Freude am Entdecken” an Hand des Bildes von Moritz v. Schwind “Gesellschaftsspiele – Erinnerung an Atzenbrugg” mit Wecken der kriminalistischen Fähigkeiten der Kinder beim Entdecken der Motive von der unmittelbaren Heimat im Bild von Schwind, ebenfalls bei den Bildern von Kuppelwieser


Rechtsträger
Verein “Komitee zur Förderung der Schubert-Gedenkstätte Schloss Atzenbrugg”
p.A. Mag. Dietlinde Rakowitz
Dr. Haussteiner-Gasse 6, 3452 Heiligeneich

Museumsverein
Verein “Komitee zur Förderung der Schubert-Gedenkstätte Schloss Atzenbrugg”
p.A. Mag. Dietlinde Rakowitz
3452 Heiligeneich, Dr. Haussteiner-Gasse 6

Präsident: Dr. Felix Mayrhofer-Grüenbühl

Sammlungsgeschichte
1986 Eröffnung des Museums in den historischen Räumen, ein Jahr später anlässlich des 190. Geburtstages des Komponisten wurden die Restaurierungsarbeiten im “Schubert-Saal” abgeschlossen. Zwei weitere Räume wurden 1988 in das Museum miteinbezogen. 1992 Fertigstellung des Museumstraktes. Schubertiaden-Konzerte.